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Veranstaltungen > 30. September 2026
30. September 2026, 19:00 Uhr

zwischen da und da. poesie-happening

 

Als die Dadaist*innen 1916 im Zürcher Cabaret Voltaire zusammenkamen, erweiterten sie mit ihren Simultan- und Lautgedichten das Feld der Poesie um neue Klänge, Stimmen, Gesten und Bilder. Mit zitierten und erfundenen Sprachen bewegten sie sich zwischen da und da: weg vom einen, hin zum anderen. Dada war Aufbruch und Ankunft, eine Suche nach neuen Sprachen und Lebensformen, geprägt von Migration, Prekariat und einem ausgeprägten Veränderungswillen. Und dies mitten im Ersten Weltkrieg.

Was hat sich von den dadaistischen Impulsen erhalten? Von den Aktivitäten im Cabaret Voltaire 1916 existieren keine zeitgenössischen Ton- oder Filmaufnahmen. Umso reicher ist die Geschichte der Erinnerungen, der kreativen Rezeption, der Appropriation ebenso wie der kritischen Weiterführung. Bis heute. Das Poesie-Happening erweitert die aktuelle Ausstellung «DadaZwischenSprachen» um eine lebendige Bühne, um laute und leise Stimmen der Gegenwart, um Workshops, Gespräche und Begegnungen mit Food & Drinks vor Ort.

Wohin führt uns die Sprachkunst von Dada heute? Was passiert mit der Poesie, wenn sie zwischen Körpern, Sprachen, Kulturen und Zeiten in Bewegung gerät? Welche Stimmen werden (nicht) gehört? Und wovon wollen wir noch mehr hören?

Mit Aaiún Nin, Jurczok 1001, Lubna Abou Kheir und andere Künstler:innen.

30.09.
19:00–20:00 Workshop mit dears, write
20:00–22:00 Performances von: Melinda Nadj Abonji, Lubna Abou Kheir, Jurczok 1001 & Kinga Tóth und anschliessendes Gespräch

01.10.
17:00–19:30 Workshop mit Oana Popa (zwischentext) für die Migra- und Postmigrantische Community und alle, deren Erstsprache nicht Deutsch ist
20:00–22:15 Performances von Aaiún Nin, Adrienne Herr, Oana Popa, Uljana Wolf & Eugene Ostashevsky und anschliessendes Gespräch

Mehr Informationen hier.

Das Poesie-Happening findet statt im Rahmen der Ausstellung «DadaZwischenSprachen», Ergebnis einer Kooperation zwischen der Universität Zürich (Prof. Dr. Sandro Zanetti, Romanisches Seminar, Abteilung Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft) und dem Cabaret Voltaire (Salome Hohl), gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF-Agora-Projekt «Dada zwischen den Sprachen»). Mitarbeit Happening: Prof. Dr. Tomáš Glanc (Universität Zürich, Institut für Slavistik und Osteuropastudien) und Joëlle Bischof (Cabaret Voltaire).

Cabaret Voltaire
Spiegelgasse 1
8001 Zürich

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